Lebensmappe
Der Kompass für unsere Vertrauensperson

Was versteht man unter einer Lebensmappe?
Die Lebensmappe ist Ihr persönlicher digitaler Ordner, in dem Sie alle wichtigen Verbindlichkeiten, Zugänge und Handlungsanweisungen strukturiert festhalten – für den Fall, dass Sie Ihre Angelegenheiten einmal nicht mehr selbst regeln können. So entlasten Sie Ihre Angehörigen und stellen sicher, dass Ihre Angelegenheiten rechtzeitig erledigt werden. Ohne eine strukturierte Lebensmappe müssen sich Vertrauenspersonen oder Angehörige aufwendig einen Überblick verschaffen, was viel Zeit und unter Umständen Geld kosten kann – durch verpasste Fristen oder festgelegte, sporadische Kündigungstermine.
Warum brauche ich eine Lebensmappe – reicht nicht ein Vorsorgeauftrag?
Ein Vorsorgeauftrag benennt Ihre Vertrauensperson, aber er beantwortet nicht die entscheidenden praktischen Fragen: Welche Rechnung muss sofort bezahlt werden? Wo finde ich das Online-Banking? Welches Abo kann ich kündigen?
Die Lebensmappe gibt einen Leitfaden für Vertrauenspersonen oder Angehörige. Heute ist es sehr schwer zu wissen, welche Rechnungen online zugestellt werden und welche Abonnemente sich online automatisch verlängern. Die Lebensmappe ist ein organisatorisches Werkzeug, das jederzeit Entlastung bringt, die Kontrolle behalten lässt und Ihr Vermögen schützt.
Was gehört in eine vollständige Lebensmappe?
Eine vollständige Lebensmappe deckt alle relevanten Lebensbereiche ab – von Finanzen und Versicherungen über Verträge bis hin zu digitalen Zugängen. Welche das im Detail sind und wie Sie diese strukturiert aufbereiten, erfahren Sie in unserer exklusiven Vorlage. Wir führen Sie mit gezielten Fragen durch den Prozess, damit Sie nichts Wichtiges vergessen.
Was passiert, wenn ich keine Lebensmappe hinterlasse?
Fehlt eine Lebensmappe, bleibt Ihrer Vertrauensperson oder Ihren Angehörigen nichts anderes übrig, als Ordner und Unterlagen mühsam zu durchsuchen – immer mit dem Ziel, herauszufinden, welche Verbindlichkeiten überhaupt bestehen. Hinzu kommt die schwierige Abwägung, welche Verträge für Sie vielleicht noch relevant sind und welche aufgelöst werden können. Besonders tückisch: Viele Verbindlichkeiten werden von den Verantwortlichen erst dann entdeckt, wenn die erste Mahnung im Briefkasten liegt, denn nicht zu jedem bestehenden Vertrag existiert noch ein Papierdokument. Und selbst dann gestaltet sich die Auflösung oft schwierig, da viele Verträge heute nur noch über Online-Zugänge einsehbar und kündbar sind – Zugänge, die ohne Ihre Notizen schlichtweg unerreichbar bleiben. Genau hier setzt die Lebensmappe an: Sie sorgt dafür, dass die Kontrolle jederzeit besteht, und schützt Ihr Vermögen, indem Ihre Vertrauensperson sofort einen lückenlosen Überblick über sämtliche Kosten, Verträge und digitalen Zugänge erhält.
Wer hat Zugang zu meiner Lebensmappe und wie wird sie sicher aufbewahrt?
Die Lebensmappe ist ausschliesslich für Ihre Vertrauensperson und deren Stellvertretung bestimmt. Wir zeigen Ihnen in unserem Leitfaden, wie Sie Ihre Mappe rechtssicher und verschlüsselt aufbewahren – ob digital in der Cloud oder als physisches Exemplar an einem hinterlegten Ort. Entscheidend ist: Ihre Vertrauensperson muss im Notfall sofort wissen, wo sie die Mappe findet.
Welche Zahlungen müssen im Fall einer Urteilsunfähigkeit unbedingt weiterlaufen?
Diese Frage ist eine der relevantesten überhaupt. Die Antwort dient nicht nur der Information Ihrer Vertrauensperson und Angehörigen, sondern vor allem auch dem Schutz Ihres Vermögens. In der Praxis werden nicht mehr benötigte Dienste oft nicht umgehend aufgelöst, sondern erst nach mehreren Monaten – häufig erst dann, wenn die Verantwortlichen eine Mahnung erhalten. Bis es zur Kündigung kommt, verstreichen wertvolle Monate, und Sie oder Ihre Angehörigen verlieren unnötig Geld.
Ihre Lebensmappe schafft hier sofort Klarheit: Wir definieren gemeinsam mit Ihnen präzise, welche Zahlungen prioritär weiterlaufen müssen und welche Verträge Sie noch heute für den Notfall zur Kündigung freigeben können.
Lebensmappe und Vorsorgeauftrag – wie ergänzen sich die beiden?
Ein Vorsorgeauftrag bestimmt eine Vertrauensperson, die im Fall der eigenen Urteilsunfähigkeit die Vertretung übernimmt. In einem Vorsorgeauftrag – wie wir ihn bei meinLebenkompass erstellen – wird ein Leitfaden festgelegt, welche Entscheidungen in verschiedenen persönlichen und gesundheitlichen Bereichen getroffen werden und wie diese zu fällen sind.
Die Lebensmappe hingegen konzentriert sich auf die administrative Umsetzung: Sie listet sämtliche Verbindlichkeiten, Verträge und Mitgliedschaften bei Institutionen oder Organisationen auf und gibt der beauftragten Person einen klaren Fahrplan für den administrativen Bereich. So können bereits in den ersten 24 Stunden die wichtigsten Schritte in die Wege geleitet werden. Dies schützt vor allem Ihr Vermögen, indem nicht benötigte Verträge und Kosten umgehend gestoppt werden – noch bevor die erste Mahnung eintrifft.
Wie erstelle ich meine Lebensmappe – und wie aufwändig ist das?
Es ist ganz einfach. Mit unserer Vorlage können Sie bequem und unkompliziert die Fragen beantworten und die Einträge tätigen. Sie werden Schritt für Schritt geführt – ohne die Angst, etwas vergessen zu können. Die wichtigsten Lebensbereiche werden strukturiert abgefragt und gebündelt. So erhalten Sie eine vollständige und übersichtliche Lebensmappe, die im Ernstfall sofort Klarheit schafft.